Der Song von den inneren Schmerzen des Patienten (Padam, padam, padam) 

Mein Leib ist die Heimat von Leid,
es brennt und es juckt allezeit.
Es sticht in dem Fuß und im Arm,
am übelsten ist’s in dem Darm.
Ich kann weder stehen noch liegen,
und lauf ich, dann folgt mir der Schreck.
Das Sitzen wird mich gleich verbiegen,
so los geht‘s, bevor ich verreck‘,
ab zum Arzt, weg mit dem Dreck!

Padam….padam…padam…
Wie die Schlange die krabbelt und schleift
Padam…padam…padam…
durch das Inn’re und böse ergreift,
Padam…padam….padam….
wird mein Körper nun langsam versteift,
als sie arglistig sucht jeden kleinen Riss
und trifft ihn mit giftigem Biss.

Obschon es auch stöhnt und es knarzt,
nun bin ich im Zimmer vom Arzt.
Der einzige Mann hier vor Ort,
wo Taten auch folgen dem Wort.
Er findet gleich alle Polypen,
die Warzen entfernt er so leicht.
Was machte ich ohne den Typen,
er fängt alles was innen schleicht,
unerreicht ist er vielleicht!

Padam…padam…padam…
Doch der Schmerz kommt jetzt wieder erneut.
Padam…padam…padam…
Allzufrüh hatte ich mich erfreut.
Padam…padam…padam…
Wie man all sein Verfahren bereut!
Ach, ich setze im Kloster mein Leben fort,
doch retten Sie mich jetzt sofort!

…….

Au, die Wartezeit knallt mich ganz ab,

……

und ich werde nun vollkommen schlapp,
Padam…padam…padam…
In der Klinik hier find‘ ich mein Grab!
Ja, Herr Doktor, ich sterbe im Wartesaal,
ach, lösen Sie mich von der Qual!

 

 

 

Der Song von der rektalen Untersuchung (Le moribond) 

Dann ist es Zeit für den Patient,
Frau Doktor freut sich schon auf den Moment,
wo er die frischen Qualen nennt.
Was momentan sein Internet
erzählt von Üblem im Skelett.

ie verschreibt Placebos, wenn in Eil‘,
doch eben heute hat sie Langeweil‘,
sie denkt ‘nen Plan aus im Detail:
Vielleicht ein bisschenTilidin
wär grad die beste Medizin!

Eine Rektoskopie
löst sie aus der Apathie,
denn die Hand rutscht so nett
mit ‘nem kleinen bisschen Fett.

Genau, die Hände sind geschickt,
wenn innen unbekanntes Elend piekt,
er braucht kein Doping, das ihn kickt.
Mit Kochsalzwasser in der Spritz‘,
dann merkt er’s besser, kleiner Fritz.

Sein Leiden ist vielleicht banal,
doch schauen wir mal in den Darmkanal,
eventuell ist es fatal!
Sterilisieren wir jede Wund‘,
es schmerzt, zugleich ist sehr gesund.

Ihre Rektoskopie
sie ist ohne Empathie,
denn die Hand rutscht so nett
mit ‘nem kleinem bisschen Fett.

Hallo Herr Popo, sie sind krank?
Ziehen Sie sich bitte aus dann, vielen Dank,
legen Sie sich auf meine Bank.
Die Beine hoch auf dem Gestell,
und dann entspannen, mein Gesell‘.

Nein, es ist gar nicht unnormal,
zu glauben, dass man leidet maximal,
bei jeder Öffnung im Anal.
Doch machen Sie die Beine breit,
mach‘ ich den Rest so ganz gescheit.

Ihre Rektoskopie
sie gelingt mit Garantie,
denn die Hand rutscht so nett
mit ‘nem kleinen bisschen Fett.

Jetzt piekt der Stich von meiner Spritz‘,
ich nehme langsam alles in Besitz,
das geht so leicht von meinem Sitz.
Ich führe nun ‘nen Finger rein,
er kommt sogar ganz von allein.

Hinab, hinunter und hinein,
und schauen Sie, die Hand will auch darein,
(Sie mögen es, Sie kleines Schwein).
Sie sind ein tolles Exemplar,
bald ist die Diagnose klar.

Meine Rektoskopie
ist wie ein Schlachter und sein Vieh,
denn die Hand rutscht so nett
mit ‘nem kleinen bisschen Fett!

 

 

 

Der Song von den sexuell übertragbaren Krankheiten (Vesoul) 

Dann sind Sie untersucht
das ging ja ohne Wucht,
gelassen jetzt nach Haus‘,
ja gehen Sie ruhig raus.

Doch hören Sie ganz formell,
um homosexuell
zu leben mit Vernunft
bei ‘ner Zusammenkunft

geb‘ ich nun diesen Rat,
von offizieller Art:
Zu keiner Zeit kokett
in Ihrem Doppelbett
—gar nicht nett—

Beim Beißen, Brennen, Schmerz,
obald es kratzt und juckt,
beim Übel von dem Herz,
wenn Ausfluss böse zuckt,

bei Blasen, Pusteln, Blut,
Erschöpfung und Geschwüren,
wird Durchfall ganz akut,
und kann man nichts mehr spüren,

Ist Stuhlgang dazu hell,
der Pullo ohne Glanz,
Ihr Sehvermögen grell
und gelb Ihr Auge ganz
—schlapp Ihr Schwanz—

Los. Schnellstens zum Arzt,
Abstinenz sexuell!
Ihr Gewissen ist schwarz,
jede Tat kriminell!
Chlamydien, Syphilis und Gonorrhö
Hepatitis und AIDS…
Die Sünde steigt in die Höh‘!

Gefallen die Tier‘ im Garten
in einer Sommernacht,
nicht in den Büschen warten,
das Unglück immer bracht‘!

Und mögen Sie gern Fetisch,
auch Sauna und Escort
verbleiben Sie asketisch,
vermeiden Sie den Ort!

Und sitzen Sie beim Laptop
mit einem Datings-App,
dann sage ich sofort stop,
denn es ist wirklich crap!
—Sagen‘s ab—

Seien Sie nicht zu extrem,
verwenden Sie viel Crème,
kommt Penis in den Mund
kein‘ Ejakulation!

Ein schreckliches Syndrom
entgeht man mit Kondom.
Studieren Sie im Web
auch alles über PREP.

Und Alkohol macht schwach,
danach liegt man nicht flach.
Ziehen Sie sich gar nicht aus,
wenn Drogen sind im Haus!
—geh’n se raus —

Ja, lassen Sie’s weg,
folgen Sie meinem Rat,
sonst sehen Sie mit Schreck;
Es wird schlimm in der Tat:
Chlamydien, Syphilis und Gonorrhö
Hepatitis und AIDS
Die Sünde steigt in die Höh‘!

 

 

 

Der Song von der Sehnsucht der Frau Doktor (Mon dieu) 

Entfernt, entführt, entsagt,
mein Frühling schwand
ganz ohne Lust und schwer geplagt.

Versetzt, verschämt, verhöhnt,
Ach, niemand fand
ich, der mich süß verwöhnt.

Nur Fleiß und Ehrlichkeit
machten mir Sinn,
doch keine Sinnlichkeit
war mein Gewinn.

Entfernt, entführt, entsagt,
nein, keine Hand
gibt’s, die nach meiner fragt.

Entfernt, entführt, entsagt,
mein Herbst mich grüßt,
ich bin alleine und betagt.

Versetzt, verschämt, verhöhnt,
warum er büßt,
klagend mein Geist ertönt.

Mit klarer Wissenschaft,
scharfem Verstand, 
kam keine Leidenschaft
und Herzensbrand.

Entfernt, entführt, entsagt,
ach, wer nur wüsst‘,
wie man zu lieben wagt.
Ach, wer nur wüsst‘,
wie man zu lieben wagt.

 

 

 

Der Song von dem frohen Schwüchtelein (Boum)

Brünstig sagt das Huhn verführend gock, gock, gock.
Wehrlos wird der stolze Hahn dahingelockt.
Willig grüßt die Kuh den Stier, der kaut im Hain.
Aber nichts auf Erden schlägt das Schwüchtelein.

Denn Bum! 
Er denkt nur über Bum, 
alles in ihm sagt Bum, 
er macht aus andren nur Penner. 

Bum! 
Er ist ein Unikum, 
Mancher hält ihn für dumm, 
aber bei Bum ist er Kenner.

Draußen am Strand geht die Schwuchtel auf Knien, 
wenn umgeben er ist von so vielen,
und in der Dusche dann findest du ihn
mit dem Größten von ihnen am Spielen.

Bum! 
Überall gibt es Bum, 
alles in ihm sagt Bum, 
Sein Leben ist nur Bum Bum.

Mädel spricht zum Burschen, Schatzi komm, komm, komm!
Matt und müd‘ ist er nun aber plötzlich fromm.
Flüstert leise, weißt du, Pause muss auch sein.
Sag das aber niemals zu dem Schwüchtelein.

Denn Bum! 
Er fordert noch mal Bum, 
schaffst du nicht wieder Bum
dann ist die Schwuchtel verschwunden.

Bum! 
Gerne mit Publikum.
Gehst du zum Maximum
hat er sein Schicksal gefunden.

Wird bei Versehen sein Herz auch gerührt, 
ist auch weiteres nicht ausgeschlossen.
Wird immer wieder zum Bett er geführt,
ist die Hochzeit umgehend beschlossen.

Bum!
Überall gibt es Bum,
alles in ihm sagt Bum, 
sein Leben ist nur Bum Bum. 

Er wünscht sich nur Bum Bum… 
Er denkt nur an Bum Bum.. 
Er träumt nur von Bum Bum Bum Bum Bum…. 

Der Song von der Trance der Frau Doktor (C’est si bon) 

Atme sanft,
langsam ein langsam aus,
lass nun all‘n Saus und Braus,
allein das Nu ist hier.

Atme sanft,
langsam aus, langsam ein,
du bist toll, du bist fein,
es gibt nur Ruh in dir.

Schließ dein Auge, die Glieder sind schwerer,
ja, dein Kopf wird nun leerer und leerer.

Atme sanft,
langsam ein langsam aus,
hier ist Liebe zu Haus’,
und sie ist ewig hier.

Atme sanft,
langsam aus, langsam ein,
du bist frei, du bist rein,
es gibt nur Ruh in dir.

 

 

 

Der Song von den glücklichen Therapeuten (La foule) 

Ganz allein zu Hause tanzet die Frau Doktor
lautlos lachend, und ihr Herz es walzet mit,
aufgemacht, vergessen ist das böse Block-Tor,
voller Jubel sprengt’s ihr Herzens-Dynamit.

Welch‘ ein Unterschied, die Welt ist wie verwandelt, 
diese Stimmung ihre zarte Seele freut,
und sie denkt so mild an die, die sie behandelt‘,
an die werte, feine, schöne Therapeut. 

Sie führte ihr‘n Gedanke in Balance mit der Trance,
Sie verstand, was niemand andrer jemals früher sehen konnt‘.
Und sollte denn ihr Herz nicht treu in ihre Richtung gehen,
erwartungsvoll es pilgert zu dem frischen neuen Horizont.

Sie führte ihr’n Gedanke in Balance mit der Trance,
und kein Weg geht jetzt zurück zum Leben mit der alten Not,
wie magisch, dass schlagartig jetzt sie alles neu kann sehen,
denn leidenschaftlich wehrlos wird sie ewig lieben bis zum Tod. 

In der Kammer muss sie immer wieder lächeln,
macht sich für die Nacht bereit und geht ins Bett,
und als leis wir hör’n sie still hin für sich hecheln,
lass uns gucken was die Schwuchtel macht so nett:

Er spürt ganz fest die Faust, der Doktor ballte,
wie er tief in ihn sie knallte,
als mit seinen Därmen er hielt Umzugstag,
Entzückt und zitternd drängt es sich mit Sehnsucht nach dem Manne,
dess’n gnadenlose starke, harte, böse Hand macht‘ ihn so schwach.

Er spürt ganz fest die Faust der Doktor ballte,
wie er tief in ihn sie knallte,
überall im Inn’ren macht es wonnig Krach,
ach, welche Untersuchung macht‘ er wohl mit ihm, der Alte,
ja könnte er sie schon morgen nochmals wiederholen tausendfach. 

 

 

 

Der Song von dem Doppel-Blind-Prinzip (Mon manège à moi) 

Soll die Forschung funktionieren,
gilt die Regel Doppel-Blind,
man muss überstreng dosieren,
alles, ehe man beginnt.

Keiner weiß was sie empfangen,
weder Doktor noch Patient
ahnt, wie’s ihnen ist gegangen,
niemand das Ergebnis kennt.

Erst mal kommt eine Idee
neue Kur für altes Weh!
Dann machst du das Resümee,
schließlich kommt das Exposee.

Wenn es klappt wirst du Experte,
linderst harte, bitt’re Not
dadurch wirst du der Verehrte,
der du heiltest sichren Tod.

Doch, behalt‘ sie klar im Sinn
alle Kleinigkeiten drin,
sei genau vor dem Beginn,
sicher hast du dann Gewinn.

Gruppe eins gibst du Placebo,
Nummer zwei das Präparat,
Kalktabletten oder Chemo,
jeder geht auf seinem Pfad.

Denn…
Kannst du evidenzbasieren,
nüchtern sein und mühevoll,
objektiv auch generieren
dann dein klinisch‘s Protokoll

Sicher kannst du dann studieren
die Probanden treugesinnt,
niemals wirst du ganz verlieren,
ist die Forschung doppel-blind!

 

 

Das Duett zwischen der Frau Doktor und ihrer Schwester (Les trois cloches) 

Schwester
Herr Doktor, Ihre Präparate,
ich kaufte sie mit großer Müh‘
mit Angst und Beben ich mich nahte
den Görlitzpark, es war zu früh.

Dann in ‘ner trüben schmalen Gasse
zuletzt ich einen Händler fand.
Er stammt‘ von einer dunklen Rasse,
durch ihn nun kam der Kauf zustand.

Doktor
Hab‘ ich die Medikamente,
will ich starten gleich sofort.
Ich duld‘ keine Argumente,
sprechen Sie kein weit’res Wort.

Endlich nutz‘ ich die Talente,
die so lange in mir steckt‘.
Alle diese Elemente
werden meine Instrumente,
endlich jetzt der Meister weckt.

Schwester
Herr Doktor, eines sag‘ ich aber,
der Mann, der diesen Handel trieb,
war ganz bedrohlich und makaber,
und keine Rechnung er mir schrieb,

war billig, trotz dem teuren Preise,
sein Hemd war dreckig, bös sein Blick.
Vielleicht auf einer argen Weise
herein Sie fallen auf ‘nen Trick?

Doktor
Ist die Ware angemessen,
fürcht‘ ich mich vor keinem Mann,
frei Sie können nun vergessen,
wie die Sache heut begann.

Allenfalls, ich will dosieren,
Frage ist ja offenbar.
Bitte nicht mehr distrahieren,
alles werd‘ ich präparieren,
jedes Mittel mach‘ ich klar.

Schwester
Herr Doktor, bitte, es ist wichtig,
der Vorgang ist nicht wie gewöhnt,
er scheint in keiner Weise richtig,
vielleicht ist er sogar verpönt?

Bedenken Sie, auf diesem Wege,
entweichen Sie dem sich’ren Pfad.
Ist dies gelehrte Krankenpflege?
So strittig scheint das Präparat.

Doktor
Vielen Dank, dann reicht es, Schwester!
Alles habe ich gehört.
Überzeugt bin ich nur fester,
dass es keineswegs mich stört.

Und nun werde ich beharren,
weiter geht’s mit meinem Plan.
Alle Leut‘, die Undankbaren
werden jetzt von mir erfahren,
wer ich bin und was ich kann!

 

 

 

Der Song von dem medizinischen Experiment (La valse à mille temps) 

Beine hoch die Augen verbunden
auf der Bank nun liegt der Patient.
Seine Ruhe hat er gefunden,
traut des Doktors Experiment.

Ausgesucht hat sie die Kanüle,
eine Vene leicht findet sich,
und mit nüchterner Kalküle,
gibt sie ihm dann den kleinen Stich…

Und plötzlich geht es glatt,
gerade war er platt,
doch jetzt fühlt er anstatt
dass ganz viel Kraft er hat,
geht quasi in Spagat,
es läuft so richtig glatt,
ja richtig glatt.

Ja alles geht so glatt
Sein Darm ist sanft und satt,
Des Doktors Habitat, 
Ein inn‘rer Akrobat
für diese Heldentat,
wo alles geht so glatt.

Glatt, glätter, gleitend glatt.
Einst war die Kasse matt,
jetzt ist er ein Soldat,
dann kommt die Crème, splatt!
und gleich das Attentat, 
doch alles geht so glatt.

Ga-latte-latte-latt
ja also glimpflig glatt.
Rein geht ein Finger, wat?
jetzt wird er rabiat:
Die Hand macht keinen Schad
bei diesem Kamerad,
denn alles geht so glatt.

Getrieben, glühend glatt
Das ist gewiss kein Chat
gar nicht fürs Kirchenblatt
Die beste Faust der Stadt
Bei zwei kriegt er Rabatt!
Ach, alles geht so glatt.

In dieser tollen Stadt
ging niemals es so glatt,
nein, niemals ging’s so glatt,
nein niemals ging’s so glatt.

Würde, Überblick und Ruhe
die Frau Doktor ist kompetent.
Ohne weiteres Getue
untersucht sie ihren Patient.

Konzentriert die Hand sie führet,
und die kleine Öffnung wird groß,
weiß genau wie man sie berühret
und auch wenn man gibt einen Stoß…

Und plötzlich geht es glatt…

Diese Forschung wird ein Erfolg sein
höchstwahrscheinlich ‘ne Sensation.
Die Frau Doktor dringt jetzt die Faust rein
Kleine Schwuchtel kriegt ihren Lohn.

Immer steigend wird die Nuance,
rein und raus geht es durch den Darm.
Gibt als sie nun spürt ihre Chance
dann zuletzt ihm auch ihren Arm. 

Und plötzlich geht es glatt…

Geht so glatt, ja es geht so glatt, ja, 
geht so glatt, ja es geht so glatt.

 

 

 

Der Song von der liebenden Frau Doktor (L’accordéoniste) 

Ein Doktor soll kurieren
mit Sorgfalt und Respekt,
die Praxis strukturieren,
dass alles geht korrekt.

Der Alltag in der Klinik
Ist voller Sorg‘ und Not,
man steuert hier allmächtig
das Leben und den Tod.

Und man muss unterdrücken
die Schwächen, es ist Pflicht
ach, wie es kann beglücken,
wenn die Beherrschung bricht.

Wenn man ohne Vernunft
geht von Gruppe und Zunft
aberkennt jeden logischen Faktor.

Wenn man lässt alles los,
gibt der Welt einen Kuss
und vergisst, dass man sonst ist ein Doktor,

kann man öffnen sein Herz
es ist Sommer im März,
jeder Mensch sieht das schöne da drinnen.

Doch am liebsten die Frau,
die den Himmel macht blau,
deren Herz sie erhofft zu gewinnen.

Ja selbst der Mediziner
mit Willen und Prinzip
erweist sich femininer
bei einem Herzensdieb.

Das Herz kann heftig pochen
verloren und besiegt
in heißen Flitterwochen
wenn endlich es erliegt.

Und all des Doktors Wissen
ist nicht mehr relevant,
wen Liebe hat gebissen
wird gleich zum Dilettant.

Ja, geschüttelt, gerührt
und zum Himmel geführt,
man kriegt sicher ‘nen ganz großen Schock da,

und bekloppt und verrückt
aber göttlich beglückt
dieser Welt allerliebendster Doktor!

Sie hat keine Kontroll‘,
s’ist egal, was man soll.
Mag die Liebe sich gnädig erbarmen!

Sie hat eins nur im Sinn,
sie muss schnellstens dahin
zu der schönsten der reizenden Damen.

Zu dienen als ihr Sklave
gewinnen ihre Gunst
ist’s Lebens größter Gabe
die echte Ärzte-Kunst.

Ihr Rosenheim, ihre Zuflucht
und ihres Glückes Schmied
ihr‘ grenzenlose Sehnsucht
und ihr verklärter Fried!

Und alle dürfen denken,
es sein ein großer Scherz,
in Demut will sie schenken
Ihr offnes, zartes Herz.

Ja, geschüttelt, gerührt…
Und zum Himmel geführt…
Und bekloppt und verrückt…

Sie hat keine Kontroll‘,
s‘ist egal was sie soll,
mag die Liebe sich gnädig erbarmen,

sie hat eins nur im Sinn,
sie muss schnellsten dahin
zu der schönsten der reizenden Damen!

Ach dahin! Mag die Lieb‘ sich erbarmen!

 

 

 

Der Song von der rachesüchtigen Schwuchtel (Non, je ne regrette rien) 

Qual, welche Qual!
Ach, welche Pein, welche Qual!
Keine Wahl von dem dumm‘n Schwüchtelein,
das nur träumt von Anal!

Qual, welche Qual!
Ich bin so wild und brutal!
Mein Gemahl, O mein Doktor, mein Gott!
Welch‘ ein Hohn, welch’ ein Spott!

Ich bin blöd, ich bin dumm,
kein Verständnis für Takt,
wenn er spricht, bleib‘ ich stumm,
fasse nicht, was er sagt.

Habe nicht das Talent,
das mein Doktor verlangt,
so mein nächster Klient
wird bezahlen, mir bangt.

Qual, welche Qual!
Ach, welch‘ ein Elend und Pein!
Keine Wahl von dem dumm’n Schwüchtelein,
das nur träumt von anal!

Qual, welche Qual!
Ich bin so wild und brutal,
und die Rach’ wird fatal, terminal!
Welche Pein, welche Qual!

 

 

 

Der Song von dem guten Ende (Milord) 

Der dumme Astrolog‘
am End‘ sein Glück doch fand,
die dicke Proktolog‘
gab ihm so gern die Hand.

Trag was das Schicksal bringt,
begegn‘ ihm frei und nackt,
die Öffnung leicht gelingt,
wenn toll ein Freund dich knackt.

Reiß dich auf zu dem Glück,
entspann‘ dich nur mit Mut,
mach dich auf Stück für Stück,
der Ausgang wird so gut.

Soll ein Experiment
gelingen unter zweien:
Das Heulen und das Schreien,
das Herz das heftig brennt,

nimm‘ all das mit in Kauf,
s’ist nur ein kleiner Test,
es macht dich alles auf,
das Leben wird ein Fest.

Die Tränen, die ihr weint,
erschaffen Harmonie
vertrau ihrer Magie,
am End‘ der Sinn erscheint!

Doch bist du zu gestört,
wenn nichts mehr dich erfreut,
such‘ jemand der dich hört,
ein guter Therapeut.

Die inn’re gift’ge Stimm‘,
mit der du stets dich plagst,
was dich betrübt so schlimm,
zu ihm du frei es sagst.

Was früher man versäumt,
schafft‘ den verrückten Zwang:
Dein Trauma wird dein Freund,
gibt nun ‘nen heißen Drang.

Vielleicht war es zu hart,
du fühltest nur den Frust,
du warst so fein und zart
und hattest nicht mehr Lust.

Mit Wahn in deinem Sinn,
dem Körper voller Wund‘
die Reise konnt‘ beginn’n,
die machte dich gesund.

Und jede kleine Tat
gab dir dann neues Heil,
du fand’st den tollen Pfad,
macht’st s‘Leben wieder geil!

Dann lass die Therapie,
geh‘ in die Welt hinaus,
leb deine Fantasie,
sei keine kleine Maus.

Was alles in dir steckt‘
und dich zum Leben bringt,
schau was dich heiß erweckt‘,
wenn jemand mit dir singt.

Nur schönes in dir haust,
zu Liebe wird der Hass.
Trau ruhig seiner Faust,
ist alles cool und krass!

La la la la la la 

Erst guck man ihn in die Augen
La la la la la la

Dann ein kleiner Kuss
La la la la la la

Und sein Geruch einsaugen
La la la la la la

Das ist total Genuss
La la la la la la

Dann lass dich einfach fallen!
La la la la la la

Der Abend hat keinen Schluss
La la la la la la

Am Ende fallen wir allen!
La la la la la la