Projekte
Laufende Konzertprojekte
Abendempfindung
Seit 2017 organisiert Mads Elung-Jensen mit „Die Goldvögel“ und Songs of Life e.V. in Kooperation mit dem Friedhofsverband Berlin Stadtmitte die Konzertserie „Abendempfindung“ zum Trost in Trauer auf dem Friedrichswerderschen Friedhof in Berlin-Kreuzberg.
Der Name „Abendempfindung“ stammt von einem Lied von W. A. Mozart von 1787. Der Text beschreibt sehr schön einen ruhigen und verklärten Zugang zum eigenen Tod.
„Abendempfindung“ ist eine Serie von musikalisch-gesanglichen Andachten für Menschen, die von einem Trauer- und Abschiedsthema betroffen sind. Die Andachten sind stimmungsvolle Konzerte mit Musik von der Klassik über dem Chanson bis zum Schlager, stets auf hohem künstlerischem Niveau
Die Veranstaltungen bieten den Teilnehmenden einen Raum, in dem sie ihre Trauer in Gemeinschaft erleben und durch Musik Trost finden können, in ruhiger und angemessener Atmosphäre.
Videolinks:
C.E.F. Weyse: Sommerabendlied
W.A. Mozart: Abendempfindung
Queer-Konzerte
- Dezember 2022 organisierte Songs of Life e.V. ein Welt AIDS Tag Konzert in Kooperation mit der Zwölf-Apostel-Kirche in Berlin-Schöneberg. Aus diesem erfolgreichen Konzert entstand 2023 die neue Konzert-Serie „Queer-Konzerte“.
Hier werden schöne musikalische Programme mit praktisch-existentiellen Themen für die große vielfältige Queer-Gemeinde in Berlin kombiniert.
Jedes Jahr organisiert Mads Elung-Jensen mit „Die Goldvögel“ vier Konzerte in der Zwölf-Apostel-Kirche mit verschiedenem Repertoire. Das Welt AIDS Tags Konzert am 1. Dezember ist inzwischen eine Berliner Tradition geworden.
Videolinks:
F. Schubert: Aus „Die schöne Müllerin“
Mads Elung-Jensen / Matt Long: But Broken Lovely
Matt Long: Gay Disco Medley
Man bindet uns
„Nie wieder ein 9. April!“ Diesen Satz kennt jeder Erwachsene in Dänemark.
Am 9. April 1940 marschierten deutsche Truppen in Dänemark ein. Die Besetzung Dänemarks durch die Nazis während des Zweiten Weltkriegs und die Haltung der dänischen Regierung und Bevölkerung gegenüber der Besatzungsmacht gehören in Dänemark bis heute zu den am meisten diskutierten Themen.
Gleichzeitig führte die NS-Zensur dazu, dass die Kabarett-Szene jegliche Kritik am Regime sowie ihre Sehnsucht nach Freiheit poetisch umschreiben und dazu ihre ganze Phantasie zum Einsatz bringen musste.
Insbesondere dem Freidenker Poul Henningsen gelang es, in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Kai Normann Andersen und der beliebten Sängerin Liva Weel den Widerstand auf die Kopenhagener Bühnen zu bringen.
Die dänischen Lieder und andere Werke aus der Besatzungszeit sind einzigartige Zeugnisse der europäischen Kulturgeschichte. In den von Deutschland besetzten Ländern war die dänische Kabarettszene die einzige, der es wenngleich in versteckter Form gelang, der Sehnsucht nach Freiheit Ausdruck zu verleihen.
Arrangements von Tal Balshai
Die Goldvögel
Mads Elung-Jensen, Gesang
Paolo de Jesus Maido, Trompete
Carlo Dayyani, Gitarre
Tal Balshai, Klavier
What a Wonderful World
What a Wonderful World ist ein Programm der schönsten US-amerikanischen Film- und Broadwaysongs.
Matt Long, gebürtig aus Kansas und Pianist, Komponist und Arrangeur des Ensembles „Die Goldvögel“ hat für das Herrentrio Evergreens wie Can’t Help Falling in Love“ „Hallelujah“, „Bridge Over Troubled Water“. „New York, New York“. „Big Spender“ und natürlich Louis Armstrongs wunderbares Lied “What a Wonderful World“ arrangiert.
Sonntag, 2. November um 16 Uhr
Zwölf-Apostel-Kirche
An der Apostelkirche 1
10783 Berlin-Schöneberg
Die Goldvögel
Rolando Guy, Tenor
Mads Elung-Jensen, Tenor
Stephen Barchi, Bariton
Matt Long, Klavier
Videolinks:
Louis Armstrong: What a Wonderful World
Leonard Cohen: Hallelujah
ButtStuff
Mads Elung-Jensens erotisches Kabarett ButtStuff handelt von zwei top-professionellen Therapeuten mit großen Egos und niedrigen Selbstwertgefühlen. Unterliegende Themen sind Genderidentität und emotionelle und physische Süchte.
Das Kabarett wurde 2018 im schwulen Haus auf Christiania in Kopenhagen auf Dänisch uraufgeführt, 2020 auf Deutsch in Berlin. 2021 war ButtStuff Hauptwerk auf dem World Pride Festival in Kopenhagen. 2024 konnte das Berliner Publikum das Stück mit erotischer Kunst von Lars Deike und Ken Borg in der Zwölf-Apostel-Kirche erleben.
Die Goldvögel
Sonja Pitsker, Gesang
Mads Elung-Jensen, Gesang
Matt Long, Klavier
Videolinks:
ButtStuff: Akt 1
ButtStuff: Akt 2
Die Flüchtenden
Die Flüchtenden
Dass viele brillante jüdische Komponisten und andere Künstler 1933 aus Berlin fliehen mussten, ist wohl der größte künstlerische Verlust für Deutschland im 20. Jahrhundert.
Kommunisten und Konservative, Schwule und Heteros, Propagandisten und Entertainer, sie alle mussten allein aufgrund ihrer jüdischen Abstammung ihre Heimat in Berlin verlassen. Geniale Komponisten wie Werner Richard Heymann, Friedrich Holländer und Kurt Weill, die in den 20er Jahren die Berliner Musikszene verschönerten, mussten nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten sofort ihre Heimat verlassen.
Tal Balshai bearbeitete in „Die Flüchtenden“ Musik der jüdischen Komponisten Friedrich Schwarz, Kurt Weill, Mischa Spoliansky, Hanns Eisler, Hans May, Werner Richard Heymann, Friedrich Hollaender und Paul Abraham, die alle 1933 aus Berlin fliehen mussten, für Gesang, Jazz-Trompete, Jazz-Gitarre und Klavier.
Arrangements von Tal Balshai
Die Goldvögel
Mads Elung-Jensen, Gesang
Paolo de Jesus Maido, Trompete
Carlo Dayyani, Gitarre
Tal Balshai, Klavier
Kann denn Liebe Sünde sein?
1918-1933 war eine der markantesten Perioden der Kulturgeschichte, besonders in Berlin mit seinem vulkanisch aktiven Leben.
In den drei Jahren nach dem Ende des ersten Weltkriegs entstanden in Deutschland über 200 Kabarett-Theater, davon 38 allein in Berlin.
Vor dem Hintergrund enormer materieller Armut wurde fabelhafte Musik, Theater und Kunst geschaffen. Die Kabarettszene war raffiniert und sehr direkt, ihr Wortwitz ist bis heute unvergesslich. Viele der Melodien aus dieser Zeit leben im kollektiven Unterbewusstsein weiter.
In „Kann denn Liebe Sünde sein?“ begegnen uns Sängerinnen wie Marlene Dietrich, Zarah Leander und Lotte Lenya, die die ewiggrüne Musik von Bertolt Brecht und Kurt Weill, von Werner Richard Heymann, Friedrich Hollaender und Robert Stolz sangen.
Wir hören Lieder wie Nur nicht aus Liebe weinen, Surabaya-Jonny, Schöner Gigolo, Ich bin von Kopf bis Fuß, und natürlich Zarah Leanders Dauerbrenner Kann denn Liebe Sünde sein?
Wir begrüßen elegante Herren und Freudenmädchen auf allen sozialen Ebenen. Wir nehmen an die großen Partys teil und wir hören von den geheimen Treffpunkten für „das dritte Geschlecht“. Am Ende erleben wir nach der nationalsozialistischen Machtübernahme (fast) alles zu Grunde zu gehen.
Mads Elung-Jensen, Gesang
Tal Balshai, Klavier
Videolink:
Zarah Leander: Kann denn Liebe Sünde sein?
Niemals geht man so ganz
Niemals geht man so ganz! – Sag‘ mir, wo die Blumen sind – Über sieben Brücken musst du gehen – La paloma – Die Capri-Fischer.
Vielen Menschen haben diese Lieder schon eine Menge Trost gespendet und über schwere Zeiten geholfen.
Trude Herrs eindrucksstarker Song Niemals geht man so ganz ist auch der Titel des beliebten Schlagerprogramms für die Seele des Ensembles „Die Goldvögel“. Mit Matt Longs schönen Arrangements für das Herrentrio wird das Publikum auf eine Reise der schönen Erinnerungen eingeladen.
Arrangements von Matt Long
Die Goldvögel
Rolando Guy, Tenor
Mads Elung-Jensen, Tenor
Stephen Barchi, Bariton
Matt Long, Klavier.
Videolink:
Niemals geht man so ganz Live aus dem Friedrichswerderschen Friedhof