Musik zum Trost in Trauer

Ulrich Brüggemann, Mads Elung-Jensen, Rainer Schnettker

In den dunklen Nächten der Seele, wo Worte allein kaum Trost zu bringen vermögen, hat die Musik, besonders die ganz einfache gesungene Musik, eine sanfte Kraft, die tiefliegenden wunden Stellen im Menschen berühren und heilen kann.

Die Stimmbänder sind die einzigen Muskeln des menschlichen Skeletts, die nicht vom kontrollierten Gehirn gesteuert werden, sondern müssen immer von unbewußten Impulsen aktiviert werden. Der Gesang ist, im Gegensatz zum gesprochenen Wort, immer in Kontakt mit dem fließenden Zwerchfellatem. Im gleichen Zwerchfell sind unsere Gefühle und Trauer gelagert.

Darum geht der einfache akustische Gesang auch im gelungensten Fall direkt vom Herzen des Sängers zum Publikum hinein.

Ich beschäftige mich lange mit den tröstenden Kräften der Musik, und setze mit Domorganist Ulrich Brüggemann, Köln und mit dem Leiter der katholischen Militärseelensorge, Koblenz, Monsignore Rainer Schnettker der verbindende Texte liest, das Programm "Musik zum Trost in Trauer" zusammen.

Unser erstes Konzert mit diesem Programm fand am 18. November 2012 in der Skt Petri Kirche in Kopenhagen statt, am deutschen Volkstrauertag.